Bitte melde dich auch an, wenn du nur tagsüber kommen willst!

Inhalt:
All Gender / Anfahrt / Anmeldung / Alkohol, Drogen, Rauchen / Awarenessteam / Baden / Barrieren / D.I.Y. – Mithelfen / Essen, Getränke / FLIT* (Frauen_Lesben_Inter_Trans_) Räume / Hunde / Infopoint / Kinderbetreuung / Kosten / Party, Nachtruhe / Übernachtung, Schlafen / Übernachten außerhalb des Camps / Übersetzung

All Gender:

Auf dem Camp sind Menschen jeden Geschlechts willkommen. Es wird jedoch auch einige Angebote und Räume geben, die nur für FLIT* (Frauen_Lesben_ Inter_Trans_) offen sind.

Anfahrt:

Das Camp liegt in einem Naturschutzgebiet, deshalb ist es leider nicht möglich, mit dem Auto bis zum Camp zu fahren. Das heißt, wer mit dem Auto anreist, sollte das Auto am besten schon in Kochel abstellen und dann mit dem Bus weiterfahren. Es gibt die Möglichkeit mit Bus und Zug anzureisen und von dort aus eine Wanderung zum Camp unternehmen (von der letzten Bushaltestelle ca. 4,5 Kilometer, ca. 1 Std. zu Fuss) oder unseren D.I.Y. Shuttleservice von der Bushaltestelle „Einsiedl“ in Anspruch zu nehmen. Die beste Verbindung ist über München nach Kochel und dann mit dem Bus 9608 bis zur Haltestelle „Einsiedl“. Fahrtzeit von München aus gesamt ist zwischen 1:38h und 2:28h.
Frühestmögliche Ankunft in Einsiedl 9:37h spätestmöglich um 19:37h.
Hierfür werden rechtzeitig noch genauere Infos zu Telefonnummer des Shuttles etc. veröffentlicht.
Adresse:
Jugendzeltlager am Walchensee
Breitort
83676 Jachenau

Anmeldung:

Wir bitten euch, euch für die bessere Planung anzumelden. Gebt bitte auch an, an welchen Tagen ihr anreist. Gerne könnt ihr auch Fantasienamen angeben. Bei der Anmeldung könnt ihr angeben, mit wem ihr einen Schlafraum (mehr zu den Räumlichkeiten unter Übernachtung/Schlafen) teilen und ob ihr im All Gender oder im FLTI* (Frauen_Lesben_Trans_Inter_) Bereich unterkommen wollt, ob ihr Kinderbetreuung in Anspruch nehmt, welche Allergien ihr habt, ob ihr Übersetzung benötigt oder andere Unterstützung…
Wir tun, was wir können, können jedoch nicht versprechen, jeden Wunsch zu berücksichtigen! Je früher und je klarer ihr vorher mit uns kommuniziert was ihr braucht, desto besser können wir auf euch eingehen.
Wichtig: Falls ihr euch angemeldet habt und doch nicht kommt, bitte gebt uns möglichst frühzeitig Bescheid, damit wir euren Platz weitergeben können!

Alkohol / Drogen / Rauchen:
Wir als Camporga selbst werden keinen harten Alkohol (sprich Schnaps und Mischgetränke mit hartem Alkohol) ausschenken. Es wird jedoch Bier, Wein, Sekt etc. angeboten.
Zu illegalen Drogen: Bitte bedenkt, dass wir uns in Bayern befinden. Bedenkt auch, dass Stress mit der Polizei auf dem Camp auch andere Menschen, speziell Menschen die von Racial Profiling, unsicherem Aufenthaltsstatus etc. betroffen sind, in Gefahr bringen kann.
Allgemein weisen wir euch daraufhin: Rauschmittel sind keine Ausrede für beschissenes Verhalten!
In den Hütten und Zelten ist Rauchen nicht gestattet. Auf den Workshops, Plena im Freien etc. bitten wir euch, aus Rücksicht auf Menschen, für die Rauch gesundheitlich problematisch ist, die aber am Plenum / Workshop teilnehmen wollen, nicht zu rauchen, nachzufragen, oder ein paar Schritte weg zu gehen. Versucht sensibel damit umzugehen, dass Rauch für einige Menschen eine Barriere darstellt, wegen der sie weggehen müssen. Im schlimmsten Fall kann Rauch eine Lebensgefahr darstellen (z.B. für Menschen mit starkem Asthma.) Bitte nutzt unsere Aschenbecher, da wir sonst die Kippen am Ende des Camps wieder aufsammeln müssen.

Awarenessteam:

Es wird rund um die Uhr ein Awarenessteam mit einer eigenen Telefonnummer, die ihr jederzeit erreichen könnt, geben. Ein genaueres Konzept unserer Awarenessarbeit wird noch veröffentlicht. Es gibt die Möglichkeit für Rückzugsräume, die auch mit Schlafplatz ausgestattet sind.

Baden:

Das Camp liegt direkt am See und lädt zum Baden ein – der Badestrand ist jedoch öffentlich. Es wird eine FLTI* Badegruppe geben, um gemeinsam in einem etwas geschützteren Rahmen Baden zu gehen. An die Cis-Männer: Bitte verzichtet darauf, außerhalb des Badestrands auf dem Campgelände mit nacktem Oberkörper herumzulaufen!

Barrieren:

Das Campgelände hat leider viele räumliche Barrieren. Das tut uns Leid und ist der Tatsache geschuldet, dass wir sehr lange suchen mussten, bis wir überhaupt einen Ort gefunden haben, an dem es möglich ist, das Camp zu organisieren. Das Camp liegt abschüssig, zudem führen Stufen in die sanitären Anlagen. Es gibt keine rollstuhlgerechten Toiletten und Duschen. Der Speiseraum ist im Keller und kann nur durch eine Treppe erreicht werden. Es ist jedoch vorstellbar, dass wir individuelle Lösungen (z.B. Aufstellung eines rollstuhlgerechten Dixies) für euch finden können – schreibt einfach direkt an queer-fem-sued@riseup.net. Wir versuchen alles uns Mögliche in Bewegung zu setzen, damit es nicht an den räumlichen Barrieren scheitert. Leider ist es uns (zumindest nach unserem bisherigen Stand) nicht möglich, eine Gebärdensprachdolmetscher_in zu organisieren.

D.I.Y. – Mithelfen:

Das Camp wird komplett im D.I.Y. Verfahren organisiert und geplant. Sowohl in der Vorbereitung, beim Auf- und Abbau, am Camp selbst, als auch beim Gelder organisieren, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Gerne könnt ihr euch in die Vorbereitung und Planung einbringen – kommt bei einem unserer offenen Vorbereitungstreffen vorbei oder schreibt uns eine Email!
Am Camp selbst wird es am Infopoint und eventuell schon vorher über Internet Schichtpläne mit offenen Arbeitsschichten geben. Wir freuen uns, wenn du jetzt schon weißt, dass du Kochen willst, uns beim Abbau helfen, den Infopoint besetzen etc. – kontaktier uns einfach über unsere Emailadresse.

Essen / Getränke:

Es wird auf dem Camp vegane VoKü-Vollverpflegung auf Spendenbasis, mindestens ein kostenloses unalkoholisches Getränk und ein Snackangebot geben. Bitte gebt in der Anmeldung Bescheid, ob ihr spezielle Allergien habt, wir versuchen wenn es möglich ist diese zu berücksichtigen und kontaktieren euch vor dem Camp diesbezüglich nochmal.
Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist zu Fuß circa eine Stunde entfernt – falls ihr besondere Wünsche habt, stattet euch also am Besten schon zu Hause aus!

FLIT* (Frauen_Lesben_Inter_Trans_) Räume:

Es wird sowohl einige spezielle Workshopangebote, einen Raum zum entspannten Abhängen und FLTI* Schlafräume geben.

Warum Räume und Veranstaltungen nur für Frauen*, Lesben*, Inter* und Trans* (FLIT*)?

Wir gehen davon aus, dass Geschlecht und die existierenden Geschlechterverhältnisse nichts “Natürliches” oder irgendwie “schicksalhaft” Gegebenes sind. Geschlecht wird durch viele verschiedene Faktoren gesellschaftlich konstruiert und hergestellt. Wir möchten diese bestehenden Geschlechterverhältnisse überwinden, dennoch sind sie in unserem Alltag, in unserer Arbeit, in den Politgruppen, den gesellschaftlichen Strukturen usw. wirkmächtig.

Denn durch die Einteilung in genau zwei Geschlechter, durch patriarchale Strukturen, Rape Culture und Heteronormativität werden Frauen*, Lesben*, Trans* und Inter* auf verschiedene Weisen diskriminiert und benachteiligt, während vor allem Cis-Männer1 meistens von sexistischen Strukturen profitieren. Solche sexistischen Strukturen und Verhältnisse bleiben häufig unbenannt und unhinterfragt, da sie als “Norm” und als “natürlich” angenommen werden. Im kleineren Rahmen wie einem Workshop werden sexistische Ausschlüsse und Machtverhältnisse beispielsweise durch dominantes Redeverhalten, raumnehmendes und paternalistisches (bevormundendes, gönnerhaftes) Verhalten hergestellt. Ein solches Verhalten wird bei Cis-Männern1 nicht nur gesellschaftlich toleriert, sondern wird gefördert und von Kind an ansozialisiert, während es bei FLIT* häufig zu sozialen Sanktionen führt, bzw. leisere, zurückhaltende Verhaltensweisen keinen Raum bekommen, nicht gehört und weniger wichtig oder ernstgenommen werden.

Dabei sind wir uns bewusst, dass auch FLIT* Räume nicht frei von z.B. rassistischen, ableistischen2 und sexistischen Diskriminierungen, Gewalt und kapitalistischen Ausschlüssen sind. FLIT* Räume sind eine Möglichkeit, um sich in einem Rahmen, in dem patriarchale Dominanzverhältnisse und sexistische Strukturen abgeschwächt sind, Wissen anzueignen, zu unterstützen, auszutauschen, zu diskutieren, gemeinsam zu kämpfen etc.

1Cis- bezeichnet Personen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, dass ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Der Begriff wurde von Trans*-Menschen eingeführt, damit trans* nicht immer als Abweichung von einer vermeintlichen Norm dargestellt wird. (Definition entnommen der Seite der trans*genialen f_antifa)

2›Ableismus‹ ist die Diskriminierung von Behinderten. Der Begriff beinhaltet, dass Menschen nicht behindert sind, sondern durch die Gesellschaft behindert werden. (Definition entnommen der Seite der trans*genialen f_antifa)


Hunde:

Wir empfehlen euch, eure Hunde möglichst zu Hause zu lassen. Wenn es gar nicht anders geht, ist es jedoch möglich, die Hunde mitzunehmen. Diese müssen jedoch auf dem Campgelände durchgehend an der Leine gehalten werden! Zudem besteht ein Badeverbot im See.
Auch müsst ihr euch darauf einstellen, aus Rücksicht auf Allergien oder Ängste flexibel bei den Schlafplätzen zu sein.

Infopoint:

Es wird einen Infopoint mit Telefon für alle eure Fragen, Anmerkungen, Anmeldungen, Geldspenden, Shuttleservice, organisatorischen Troubles etc. geben. Am Infopoint selber werden auch Schichtpläne mit den Arbeiten (wie z.B. Kochen, Übersetzung etc.) aushängen, für die wir eure Hilfe brauchen.

Kinderbetreuung:

Es wird auf dem Camp zwar nicht durchgehend, aber zu möglichst vielen Zeiten eine Kinderbetreuung geben. Bitte gebt an der Anmeldung an, ob ihr diese wahrnehmen wollt, alle wichtigen Infos die wir zu den Kindern haben sollten und – falls ihr schon Bescheid wisst – zu welchen Zeiten ihr diese in Anspruch nehmen wollt.

Kosten:
Für euch kostet das Camp nur so viel, wie ihr zahlen wollt und könnt, das heißt euer Beitrag beruht komplett auf Spendenbasis. Bitte fühlt euch nicht unter Druck gesetzt: Es ist für uns vollkommen ok, wenn ihr ohne Spendenbeitrag an dem Camp teilnehmt.
Leider haben wir die Kosten von ca. 8000 Euro für das Camp noch lange nicht komplett abgedeckt – wir bitten also die Zahlungskräftigeren unter euch, wenn möglich den Vollpreis zu zahlen (8,50 Euro pro Nacht und Person für den Platz / zusätzlich für Workshops, Kulturprogramm und Infrastruktur noch ca. 80 Euro pro Nase). Wir freuen uns natürlich auch sehr, wenn aus Solidarität mit finanziell schlechter gestellten Campteilnehmer_innen noch zusätzlich etwas gespendet wird.
Auch das Essen kostet nur so viel, wir ihr zahlen könnt und wollt, die VoKü wird jedoch Spendenempfehlungen angeben.
Euren Teilnehmer_innenbeitrag könnt ihr am Infopoint bezahlen.

Party / Nachtruhe:
Es wird abends ein entspannendes Unterhaltungsprogramm geben (=
Leider können wir aufgrund der Lage des Camps und der Vereinbarungen mit den Verwalter_innen des Geländes keine lauten Konzerte und Tanzabende machen.
Bitte respektiert die Nachtruhe der anderen Campbesucher_innen und versucht an Orten, an denen geschlafen wird, keinen Lärm zu machen!

Übernachtung / Schlafen:
Es gibt zehn Holzzelte mit je zehn Betten (Stockbetten) und Stauraum. In jeder Hütte gibt es auch noch eine Liegefläche für 5 Personen, die mit Isomatte und Schlafsack anreisen. Wenn ihr in Gruppen anreist und zusammenschlafen wollt, bitte sagt uns bei der Anmeldung Bescheid (nähere Infos dazu im Anmeldeformular). Leider ist es wahrscheinlich nicht möglich, die Hütten für Einzelpersonen oder kleinere Gruppen als 10 Personen zu reservieren – bei einer Gesamtkapazität von 100-130 Schlafplätzen, werden wir diese wahrscheinlich voll ausreitzen. Falls ihr hierzu noch spezielle Fragen oder Bedürfnisse habt, teilt uns diese doch bitte trotzdem mit – wir versuchen Lösungen zu finden und auf diese einzugehen, können euch aber angesichts der gegebenen Voraussetzungen leider nicht versprechen, diese berücksichtigen zu können.
Es wird einen FLIT* Schlafbereich geben – bitte gebt uns in der Anmeldung Bescheid, ob ihr diesen nutzen wollt.
Bitte nehmt Bettbezüge und Schlafsack selbst mit!
Wir bitten euch, unbedingt Rücksicht auf die (Ruhe-)Bedürfnisse eurer Mitbewohner_innen zu nehmen!

Übernachten außerhalb des Camps
Es gibt einen Nachtparkplatz für Wohnmobile: http://www.nachtparkplatz-einsiedl.de/ und einen Campingplatz relativ in der Nähe: http://www.camping-walchensee.de/
Weitere Jugendherbergen und Gästehäuser findet ihr hier: http://www.walchensee.net/de/weitere.php (Einsiedl ist der nächste Ort, der Walchensee ist nicht ganz klein, beachtet also die Lage der Häuser)

Übersetzung:
Es ist möglich, für alle Workshops eine Englisch-Deutsch (in beide Richtungen) Übersetzung zu organisieren. Auch für andere Sprachen wie Französisch, Türkisch, Russisch, Spanisch werden wir voraussichtlich zumindest teilweise Übersetzungen organisieren können – bitte kommuniziert uns möglichst vorher, falls ihr oder andere dieses Angebot wahrnehmen wollt! Gerne könnt ihr auch noch hier nicht aufgeführte Sprachwünsche angeben, zwar können wir nichts versprechen, aber wir werden versuchen, eine Übersetzung zu organisieren.
Falls ihr uns eure Übersetzungsleistungen anbieten wollt, schreibt an unsere Kontaktadresse, am besten auch mit der Info für welchen Zeitraum. Am Camp selbst könnt ihr am Infopoint nach Übersetzung fragen bzw. eure Übersetzungsleistungen anbieten. Leider ist es uns (zumindest nach unserem bisherigen Stand) nicht möglich, eine Gebärdensprachdolmetscher_in zu organisieren. Auch hier freuen wir uns über Angebote!