Feminist TakeOver

Male? Female? HipHop!

Soliveranstaltung fürs Camp mit – Concerts – Open Mic – Auflegespaß am 2. August am Wagenplatz „Stattpark Olga“ in der Aschauerstraße 34, München

Leider hat es diesmal mit den geplanten Workshops doch nicht geklappt. Aber es gibt ja noch ein tolles Konzert, Open Mic und Aufgelege. Außerdem gibts leckere Solicocktails, extra neu bedruckte Shirts und bestimmt das eine oder andere Zine. Wir freuen uns auf euch!

Alle Veranstaltungen beginnen pünktlich!

19:00h Concerts (All genders are welcome!):
EsRAP youtube facebook
Infos folgen..

Open Mic (All genders are welcome!)

ab 22:00h DJ*ing
mym (queer_female hiphop & riot grrrl)

Kaffee, Kuchen und Essen auf Spendenbasis!
EINTRITT FREI! SPENDEN ERWÜNSCHT!

1 Warum Räume und Veranstaltungen nur für Frauen*, Lesben*, Inter* und Trans* (FLIT*)?

Wir gehen davon aus, dass Geschlecht und die existierenden Geschlechterverhältnisse nichts “Natürliches” oder irgendwie “schicksalhaft” Gegebenes sind. Geschlecht wird durch viele verschiedene Faktoren gesellschaftlich konstruiert und hergestellt. Wir möchten diese bestehenden Geschlechterverhältnisse überwinden, dennoch sind sie in unserem Alltag, in unserer Arbeit, in den Politgruppen, den gesellschaftlichen Strukturen usw. wirkmächtig.

Denn durch die Einteilung in genau zwei Geschlechter, durch patriarchale Strukturen, Rape Culture und Heteronormativität werden Frauen*, Lesben*, Trans* und Inter* auf verschiedene Weisen diskriminiert und benachteiligt, während vor allem Cis-Männer1 meistens von sexistischen Strukturen profitieren. Solche sexistischen Strukturen und Verhältnisse bleiben häufig unbenannt und unhinterfragt, da sie als “Norm” und als “natürlich” angenommen werden. Im kleineren Rahmen wie einem Workshop werden sexistische Ausschlüsse und Machtverhältnisse beispielsweise durch dominantes Redeverhalten, raumnehmendes und paternalistisches (bevormundendes, gönnerhaftes) Verhalten hergestellt. Ein solches Verhalten wird bei Cis-Männern1 nicht nur gesellschaftlich toleriert, sondern wird gefördert und von Kind an ansozialisiert, während es bei FLIT* häufig zu sozialen Sanktionen führt, bzw. leisere, zurückhaltende Verhaltensweisen keinen Raum bekommen, nicht gehört und weniger wichtig oder ernstgenommen werden.

Dabei sind wir uns bewusst, dass auch FLIT* Räume nicht frei von z.B. rassistischen, ableistischen2 und sexistischen Diskriminierungen, Gewalt und kapitalistischen Ausschlüssen sind. FLIT* Räume sind eine Möglichkeit, um sich in einem Rahmen, in dem patriarchale Dominanzverhältnisse und sexistische Strukturen abgeschwächt sind, Wissen anzueignen, zu unterstützen, auszutauschen, zu diskutieren, gemeinsam zu kämpfen etc.

1Cis- bezeichnet Personen, die sich mit dem Geschlecht identifizieren, dass ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Der Begriff wurde von Trans*-Menschen eingeführt, damit trans* nicht immer als Abweichung von einer vermeintlichen Norm dargestellt wird. (Definition entnommen der Seite der trans*genialen f_antifa)

2›Ableismus‹ ist die Diskriminierung von Behinderten. Der Begriff beinhaltet, dass Menschen nicht behindert sind, sondern durch die Gesellschaft behindert werden. (Definition entnommen der Seite der trans*genialen f_antifa)